Phaceliahonig – Eine äußerst aromatische Sorte

Phaceliahonig

Es geschah Ende des 19. Jahrhunderts, als Seefahrer eine neue (und hier vielen Menschen noch unbekannte) Pflanze mit nach Europa brachten: die Phacelia. In diesem Artikel möchte ich für alle Freunde des Blütenhonigs auf diese nützliche Bienenpflanze näher eingehen und den äußerst wohlschmeckenden Phaceliahonig vorstellen.

Mild und cremig – der Phaceliahonig

Das erste Anzeichen für Imker, dass die Bienen auf einem Phaceliafeld sammeln waren, sind die blau-lila Pollen und „Taschen“, welche die Tiere mit zurück in den Bienenstock (Beute) bringen. Da die Blüten hinsichtlich ihres Nektars sehr ertragreich sind, können Bienen aus einem Quadratkilometer bis zu 500kg Honig produzieren.

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Der Phaceliahonig selbst ist ein sehr heller, fast weißer, Honig, der manche Leute an Akazienhonig erinnert. Sein Aroma ist blumig und fruchtig, was den Pahceliahonig zu einer äußert aromatischen Sorte macht. Wer sich jetzt Sorgen um einen zu kräftigen Geschmack macht, dem sei gesagt, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Auffällig ist neben der Farbe nämlich auch der milde Charakter des Honigs. Liebhaber milder und cremiger Sorten sind also mit einem Phaceliahonig sehr gut beraten. Sollte dieser nach wenigen Wochen zu sehr auskristallisieren, kann ein Wasserbad dabei helfen, diesen wieder flüssiger zu machen. Achtung: nicht über 40 Grad Celsius erhitzen, da sonst einige der wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden könnten.

Eigenschaften der Phacelia

Eines der ersten Vorkommen der Phacelia wurden im Jahr 1891 in Hamburg ausgemacht. Wohl möglich waren es Handelstreibende aus Nordamerika, die die ersten Pflanzen und Samen mit nach Europa brachten. Das ursprüngliche Wachstumsgebiet der Phacelia liegt neben Mexiko vorrangig in den südlichen USA.

Da die Pflanze ein warmes und trockenes Klima bevorzugt und nicht winterhart ist, hat die Phacelia es schwer sich in Deutschland eigenständig und langfristig zu etablieren. Das ist sehr schade, da sie mit ihren violett-blauen bis weißen Blüten nicht nur schön anzusehen, sondern auch äußerst nützlich für Mensch und Natur ist.

In der Landwirtschaft ist sie beispielsweise als Zwischenfrucht sehr beleibt, da durch ihr dichtes Wachstum diverse Unkräuter daran gehindert werden sich zu verbreiten. Darüber hinaus hat die Phacelia die Eigenschaft Nährstoffe im Boden zu binden, was dementsprechend die Fruchtbarkeit der Felder erhöht. Ihr dichtes Wurzelwerk nimmt Nährstoffe sehr gut auf und gibt diese später wieder an den Boden ab.

Auch als natürliches Futtermittel ist die Pflanze sehr beliebt. Der letzte und für Imker unschlagbare Vorteil ist jedoch, dass sie ähnlich dem Raps in der Lage ist, Unmengen an Nektar zu produzieren. Daher ist die Phacelia auch unter Namen wie Bienenweide oder Bienenfreund bekannt. Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Phacelia:

  • Unkraut an seiner Ausbreitung hindert
  • Als Futterpflanze geeignet ist
  • Den Boden fruchtbar hält
  • Ausgezeichnet duftet und aussieht
  • Viel Nektar produziert
  • Bei Bienen sehr beliebt ist

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