Wie gesund ist Honig?

Wie gesund ist Honig?

In meiner Einführung zum Thema Blütenhonig hatte ich bereits erwähnt, dass das goldene Produkt der Bienen durchaus gesundheitliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Süßungsmitteln bietet. Auf Grund seiner Inhaltsstoffe kann sich Honig sehr positiv auf den Körper auswirken. Doch wie gesund ist Honig nun eigentlich? 3 größere Anwendungsgebiete bzw. Eigenschaften stehen dabei besonders im Vordergrund:

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Honig ist antibakteriell

Bereits in der Antike bekannt – und noch heute praktiziert – schwören viele Leute auf die antiseptische Wirkung des Honigs. Damit einher geht beispielsweise auch der beschleunigte Wundheilungsprozess bei leichten Blessuren. Der Grund ist, dass Enzyme und der hohe Zuckeranteil im  Honig durchaus in der Lage sind, genau an dieser Stelle anzusetzen.

Peter Molan (Forscher an der Wikato University in Neuseeland) fand mit seinem Team heraus, dass durch die Behandlung mit Honig eine Vielzahl von Bakterien vernichtet werden können. Selbst solche, die gegen die meisten Antibiotika resistent sind, gehen im Kampf gegen Honig hoffnungslos unter. Nach den Enzymen erledigt dann der vorhandene Zucker den Rest. Dieser entzieht den Bakterien das Wasser und somit deren Lebensgrundlage.

Auch kann Honig in Kombination mit Tee oder Milch gegen Entzündungen im Hals helfen. Die enthaltenden Hemmstoffe wie Flavonoide wirken entzündungshemmend, während sich der Honig wie eine schützende Schicht im Hals auflegt. Wichtig ist allerdings, dass der Honig zuvor nicht mit Wärme behandelt wurde. Daher auch: zum Verflüssigen von kristallisienem Honig nie Temperaturen von über 40 Grad verwenden! Nun stellt sich natürlich die Frage:

„Ich darf Honig nicht erhitzen, weil sonst die wichtigen Inhaltsstoffe verlorenen gehen. Nun soll ich aber Honig in über 80 Grad heißen Tee tun?“

Der Gedanke ist vollkommen begründet. Zwar sind die Flavonoide ein hitzestabiles Antibiotikum. Allerdings empfiehlt es sich, das Getränk zunächst abkühlen zu lassen oder den Honig separat einzunehmen.

Honig bei Hautproblemen

Um die Frage „Wie gesund ist Honig“ adäquat beantworten zu können, schauen wir nun auch auf ein weiteres Anwendungsgebiet. Es heißt, dass Honig auch bei Problemen mit der Haut oder den Haaren unterstützend wirkt. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden beispielsweise einige Patienten, die unter Hautproblemen litten, mit in warmem Wasser verflüssigten Honig behandelt. In dem Versuch sollte die Flüssigkeit auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Das Resultat: schon nach 7 Tagen trat eine sichtliche und spürbare Besserung ein.

Um die Heilkraft des Honigs zu beweisen, wurde in den folgenden Wochen ein weiterer Versuch durchgeführt. Die bisherigen Patienten wurde nun in 2 Gruppen aufgeteilt. Gruppe A sollte fortan keinen Honig mehr Nutzen. Gruppe B hingegen wurde weiterhin mit der Honigtherapie behandelt. Das Ergebnis: Gruppe A ohne Honig litt schon bald wieder an den alten Symptomen. Gruppe B verzeichnete weiterhin eine Besserung der Hautprobleme bzw. die alten Sympthome traten nicht ernuet auf.

Honig bei Magen-Darm-Entzündung

Neben den positiven Eigenschaften gegen Bakterien und Hautproblemen wurde Honig auch gegen Erkrankungen im Magen-Darmbereich getestet. Versuche wurden dabei von Forschern durchgeführt, aus einem Land, welches schon vor Jahrtausenden Honig als Nahrung oder zu rituellen Zwecken genutzt hat: Ägypten.

Auch in diesem Versuch wurden 2 Gruppen von jeweils 50 Kindern untersucht. Da es in der Regel üblich ist, dass man bei einem Magen-Darminfekt viel Flüssigkeit und Mineralstoffe verliert, bekamen beide Gruppen ein Getränk aus Salz und Zucker. Weiterhin wurde dem Getränk der einen Gruppe auch Honig beigemischt. Für alle Verfechter des Honigs nun das wenig überraschende Ergebnis: Die Gruppe, welche die Honiglösung zu sich nahm, konnte schon schnell eine Linderung des Durchfalls und der Übelkeit festgestellen. Zudem trat die Genesung rascher ein und der Krankheitsverlauf verkürzte sich.

Weitere Einsatzgebiete für Honig

Neben den bereits beschriebenen Eigenschaften hilft Honig auch gegen Viren, wirkt sich auf positiv auf das Herz aus, senkt den Blutdruck, erweitert die Herzkranzgefäße, senkt die Schlagzahl des Herzens und wird sogar als ein Mittel gegen Krebs erprobt.

Was ich persönlich als „life-hack“ besonders interessant finde, ist eine neue Studie von US-Wissenschaftlern. Die Studie zeigt auf, dass Honig einem Kater vorbeugen kann bzw. gegen die Kopfschmerzen nach einer langen Nacht hilft. Als Grund nennen die Experten, dass die Fructose des Honigs mit dem Alkohol im Körper konkurriert. Somit steigt der Alkoholspiegel langsamer an und Kopfschmerzen werden verhindert.

Auf die Frage „Wie gesund ist Honig?“ möchte ich hier natürlich keinen Arzt ersetzen oder gar ein Allheimlittel vorstellen. Allerdings ist der richtig gewählte Honig durchaus gesund bzw. wirkt unterstützend bei verschiedensten Leiden. Zwar macht ein Löffel Honig im Tee noch keine unsterblichen Götter aus uns. Kann aber kann durchaus zu unserem Wohlbefinden beitragen. Hier nochmals die wichtigsten Punkte im Überblick:

  1. wundheilend
  2. lindert Halsleiden
  3. gut für das Herz
  4. gut für die Haut
  5. bessert Verbrennungen
  6. wirkt sich positiv im Darm aus
  7. hilft gegen Verstopfungen
  8. gar ein Mittel gegen Krebs?

Anmerkung: Honig ist eine Rohkost. Das bedeutet, dass dieser für Kleinkinder nicht zum Verzehr geeignet ist. Auch Allergiker sollten sich zuvor informieren, ob sie Honig ohne Bedenken essen können. Und wie bei allen Dingen im Leben: von einem Übermaß ist abzuraten. Natürlich gilt: Honig kann einen Arzt oder Heilpraktiker bei größeren Leiden natürlich nicht ersetzen.

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