Wildbau in Kroatien – Was ich über Bienen in Dubrovnik lernen konnte

Im Herbst diesen Jahres verschlug es uns für ein langes Wochenende in das schöne Kroatien. Obwohl es hierzulande bereits recht kühl war, war das Wetter vor Ort mit 23 Grad und Sonne optimal. Auch wenn der Trip der Entspannung dienen sollte, so war ich überrascht, wie viel man in kurzer Zeit über Bienen, Wildbau und das Imkern in anderen Ländern lernen kann.

Wie der Zufall es so wollte, kamen wir mit Einheimischen ins Gespräch: Marco, ein junger Immobilien-Makler, der an Wochenende auch den Tour-Guide für Besucher wie uns spielt. Schnell kamen wir zu Themen wie Job, Zufriedenheit im Leben und Sinnhaftigkeit von Tätigkeiten. Das Gespräch mit Marco war dahingehend interessant, dass auch er sich in naher Zukunft als Obstbauer verselbständigen möchte. Er möchte damit auch wieder ein bisschen mehr Unabhängigkeit und Freiheit zurück erlangen.

Wie der Zufall es so will, ist auch sein guter Freund vor einigen Monaten Imker geworden und wird sich in Zukunft um die Bestäubung von Marcos Obstbäumen kümmern. Anders als bei uns in Deutschland gehen die Temperaturen im Süden Kroatien nur auf ca. 10 Grad herunter. Das ist zwar schon sehr kühl für Bienen, aber hoch genug, um nicht komplett in „Winterschlaf“ zu verfallen.

Auch die Tracht der verschiedensten Pflanzen ist auf Grund der warmen Temperaturen das ganze Jahr über als Nahrung für die Bienen verfügbar. Wir sahen selbst Ende Oktober überall Blüten und die entsprechenden Bienen darauf. Diese Verfügbarkeit spiegelt sich auch auf den lokalen Märkten wieder. Hier fanden wir natürlich lokal produzierten Honig, der (wie jeder andere Honig) seinen eigenen Geschmack bezogen auf die örtlichen Blüten hat. Unter dem Strich: Wie immer sehr schmackhaft! 😊 Hier mehr zu den unterschiedlichen Honigsorten.

Viel interessanter als die Tracht und Pläne der örtlichen Imker war auch eine kleine Entdeckung in einem alten Turm. Wir haben in diesem während einer kleinen Wanderung eine Pause eingelegt. Innen war ein Cafe ausgebaut mit einem Platz in der Nähe eines Turmfensters. Dort – unübersehbar, aber geschützt – haben wir folgende Entdeckung gemacht:





Interessant war bei diesem Wildbau, wie dieser ausgerichtet und gelegen war. Von der Himmelsrichtung war er eher nordöstlich ausgerichtet. Das ist insbesondere für den kroatischen Sommer entscheidend, da die Bienen in den frühen Morgenstunden bis etwas 10h/11h sehr viel Sonne abbekommen. Das heißt die Bienen können schon sehr früh aktiv werden. Ab Mittag, wenn die Sonne richtig brennt, liegt Schatten, aber dennoch Wärme auf den Biene und dem Wildbau. Die Wärme des Tages hält sich dann in der Regel auch gut in dem windgeschützten Bereich.





Auf ihre Art haben die Bienen also für sich einen anfangs sonnigen, windgeschützten, nicht zu heißen und vor Landräubern sicheren Platz gefunden. Interessant wäre es zu wissen, was andere Leute von uns für Erfahrungen mit Wildbauten gemacht haben. Solltet ihr selbst mal einen Wildbau gefunden haben, wie war dieser gebaut? Schreibt gerne in die Kommentare.

Beste Grüße
Kuma

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